Herr Schiwa in Meditation
Herr Schiwa in Meditation; um seinen Hals winden sich Schlangen.

Die geheime Kraft der Mantren selbst erleben

4000 Jahre alte Mantren der indischen Seher mit Live-Musik zum Mitsingen, Chanten und Meditieren.

Es singen und spielen Schüler des Yogameisters Sri Chinmoy.

Info: 0179-1822930

Freitag, 31. Oktober 2014 20 Uhr

Tai Chi Schule Dortmund,

Lange Straße 79 a

Eintritt frei


Ein Mantra ist ein Wort aus der altindischen Sprache, dem Sanskrit und bedeutet "Spruch". Ein Mantra kann aus nur einer einzigen Silbe bestehen, aus einem Wort, aus mehreren Wörtern, aus einem Satz oder mehreren Sätzen. Die Hindu-Schriften kennen tausende verschiedener Mantren. Am bekanntesten ist jedoch die Mutter aller Mantren, die heilige Silbe "AUM".

 

AUM ist im Devanagari, der Schrift des Sanskrit, ein einziger Buchstabe ॐ und stellt den dreifachen Aspekt des Göttlichen dar: Schöpfung, Erhaltung und Umwandlung. Der Inder hat zwischen dem "O" und dem "A" einen Zwischenlaut, so daß man im Deutschen auch "OUM" schreiben könnte. Häufig ließt man auch einfach "OM". Viele der alten Sanskrit-Mantren beginnen mit dem Mantra AUM. Es gibt prinzipiell zwei Arten von Mantren: "mit Klang" und "klanglos". Die mit Klang sind vom Menschen zusammengestellt für alle möglichen Zwecke, zum Heilen, zum reich werden usw., die klanglosen sind schon da, deshalb werden sie auch "geschrieben" genannt, ein Seher "sieht" das Mantra, welches schon immer da war, und er bringt es auf die physische Ebene herab, damit die Menschheit davon profitieren kann.

 

Das berühmteste Beispiel ist das "Gayatri-Mantra", das heiligste Mantra der Veden. Es wurde von dem Rischi (Seher) Vischwamitra geschaut. Das Gayatri-Mantra hat unendliche Macht, jeder Wunsch, und sei er noch so stark, kann damit verwirklicht werden, wenn man es einhunderttausend mal wiederholt. Dieses Mantra wird verwendet, um Erleuchtung zu erlangen. Viele Yogis in Indien haben Erleuchtung erreicht, einfach dadurch, daß sie das Gayatri-Mantra seelenvoll wieder und wieder wiederholten. Es lautet:

 

ॐ भूर्भुवः स्वः ।
तत्सवितुर्वरेण्यं ।
भर्गो देवस्य धीमहि ।
धियो यो नः प्रचोदयात् ॥
AUM bhūr bhuvaḥ svaḥ
tát savitúr várenyaṃ
bhárgo devásya dhīmahi
dhíyo yó naḥ pracodáyāt

Doch es gibt auch Mantren, welche erst aus der Jetztzeit stammen. Der indische Yogi, spirituelle Meister und Guru (Lehrer) Sri Chinmoy (sprich: Sri Tschinmoi) hat solche Mantren geschaut und ebenfalls auf die physische Ebene herabgebracht. Sein Hauptmantra lautet: "SUPREME", das ist Englisch und bedeutet "Höchster". Es besteht aus sieben Buchstaben und es ist gleichzeitig ein Keimlaut um den tausendblättrigen Lotus zu öffnen. Entlang der Wirbelsäule befinden sich im feinstofflichem Leib sechs "Wirbel", auf Sanskrit Tschakras genannt, und einer befindet sich im Scheitel des Kopfes. Supreme wird ausgesprochen "Suprim". Supreme stellt Gott in seinem über sich hinauswachsenden Aspekt dar, seine Errungenschaften von heute sind seine Startlinie von morgen. Durch das seelenvolle wiederholen oder Singen von Supreme erlangt der Sucher schließlich Gotterkenntnis.

 

"Supreme, I bow to Thee", lautet ein weiteres Mantra Sri Chinmoys; auf Deutsch: "Höchster, ich verbeuge mich vor dir". Hierzu gibt es ein ganzes Lied, die Anrufung an den Höchsten. Sri Chinmoy hat zu den alten Sanskritmantren Melodien komponiert, welche allein schon eine mantrische Kraft inne haben.  Dazu hat er tausende (!) Lieder in seiner Muttersprache Bengalisch verfaßt und tausende in Englisch. Viele dieser Lieder sind eigentlich Mantren, sie verkörpern einen bestimmten Aspekt des Supreme und wenn man diese Lieder seelenvoll singt, dann erst beginnt sich einem die wahre Bedeutung zu erschließen.

 

Am Mantra-Abend werden Mitglieder von Dinesh´s Band da sein und die Mantren begleiten mit diesen Instrumenten: enharmonische Gitarre, Sarangi (ein nordindisches Streichintrument), Caja (sprich: Kacha, eine kolumbianische Trommel), eine Tampura (indisches Bordun-Instrument) und - jetzt neu im Programm - eine elektronische Orgel mit einem elektronischen Stimmkasten um auch rein spielen zu können.